Seitenbanner

Nachricht

Wie viele Computer können an eine Steckdosenleiste angeschlossen werden?

Die Frage „Wie viele Computer kann man an eine Steckdosenleiste anschließen?“ lässt sich nicht pauschal beantworten. Das hängt von mehreren wichtigen Faktoren ab, vor allem von der Wattzahl, der Stromstärke und der Qualität der Steckdosenleiste. Werden zu viele Geräte an eine Steckdosenleiste angeschlossen, kann dies zu ernsthaften Gefahren wie ausgelösten Sicherungen, beschädigter Elektronik oder sogar Bränden führen.

Grundlagen verstehen: Watt und Ampere

Jedes elektronische Gerät verbraucht eine bestimmte Menge an Strom, gemessen in Watt (W). Steckdosenleisten und Haushaltsstromkreise haben eine maximale Belastbarkeit. Diese Grenze wird oft in Watt angegeben.Ampere (A).

Die meisten Standard-Hausstromkreise in Nordamerika sind ausgelegt für15 Ampere (15A)Eine typische Steckdosenleiste ist ebenfalls für 15 A ausgelegt. Um die maximale Wattzahl zu ermitteln, die ein 15-A-Stromkreis verkraften kann, multipliziert man die Stromstärke mit der üblichen Haushaltsspannung (in Nordamerika typischerweise 120 Volt):

15 A × 120 V = 1800 W

Das bedeutet, dass die Gesamtleistung aller an eine Steckdosenleiste angeschlossenen Geräte (und damit auch der Wandsteckdose, an die sie angeschlossen ist) idealerweise 1800 Watt nicht überschreiten sollte.

Das Computer-Rätsel: Es geht um mehr als nur den Computer.

Bei der Anschaffung von Computern geht es nicht nur darum, den Tower oder Laptop anzuschließen. Folgendes muss ebenfalls berücksichtigt werden:

• Monitore:Moderne Monitore können je nach Größe und Ausstattung zwischen 15 W und 100 W oder mehr verbrauchen.

• Sprecher:Selbst kleine Desktop-Lautsprecher können 10-50 Watt zusätzlich leisten.

• Drucker:Laserdrucker können, insbesondere beim Erhitzen, erheblich Strom verbrauchen (mehrere hundert Watt). Tintenstrahldrucker verbrauchen im Allgemeinen deutlich weniger.

• Externe Festplatten, USB-Hubs, Handy-Ladegeräte usw.:Auch wenn sie einzeln betrachtet klein sind, können sie sich summieren.

Ein leistungsstarker Gaming-PC mit mehreren Monitoren kann beispielsweise problemlos 500 bis 800 Watt oder sogar mehr verbrauchen. Ein typischer Büro-PC mit einem Monitor liegt hingegen im Bereich von 200 bis 400 Watt.

Berechnung Ihrer Last: Ein praktisches Beispiel

Angenommen, Sie haben eine Steckdosenleiste an eine normale 15-A-Steckdose angeschlossen und möchten Folgendes anschließen:

• Gaming-PC:600 W

• 2 x Monitore:2 x 50 W = 100 W

• Drucker:200 W (im Betrieb)

• Sprecher:30 W

Geschätzte Gesamtleistung in Watt:600 W + 100 W + 200 W + 30 W = 930 W

In diesem Szenario liegt die Gesamtleistung von 930 W deutlich unter der 1800-W-Grenze einer Standard-15-A-Steckdosenleiste und eines entsprechenden Stromkreises. Sie könnten gegebenenfalls weitere Geräte mit geringerer Leistungsaufnahme anschließen.

Was passiert, wenn Sie das Limit überschreiten?

  1. Ausgelöster Schutzschalter:Das ist das häufigste Ergebnis. Der Leitungsschutzschalter in Ihrem Sicherungskasten ist so konstruiert, dass er bei Überlastung des Stromkreises auslöst (den Strom abschaltet) und so Schäden und Brände verhindert.
  2. Überhitzte Kabel:Wenn der Schutzschalter defekt ist oder die Überlastung anhaltend knapp unterhalb des Auslösepunktes liegt, können die Drähte in den Wänden oder die Steckdosenleiste selbst überhitzen.
  3. Beschädigte Steckdosenleiste/Elektronik:Übermäßige Hitze kann die Kunststoffkomponenten der Steckdosenleiste zum Schmelzen bringen, die interne Verkabelung beschädigen und möglicherweise Ihre angeschlossenen Geräte schädigen.
  4. Elektrischer Brand:Im schlimmsten Fall kann eine anhaltende Überhitzung zur Entzündung von in der Nähe befindlichen brennbaren Materialien führen und einen Brand verursachen.

Bewährte Vorgehensweisen für die Verwendung von Steckdosenleisten

• Wattzahl prüfen:Schauen Sie auf den Etiketten Ihrer Geräte nach, um deren Stromverbrauch in Watt zu ermitteln. Falls dieser nicht in Watt angegeben ist, wird er möglicherweise in Ampere angegeben; multiplizieren Sie die Amperezahl mit der Spannung (120 V), um die Wattzahl zu erhalten.

• Kennen Sie die Nennleistung Ihrer Steckdosenleiste?Vergewissern Sie sich, dass Ihre Steckdosenleiste über einen Überspannungsschutz und einen Überlastungsschutzschalter (einen kleinen Knopf, der bei Auslösung herausspringt) verfügt. Überprüfen Sie die maximale Wattzahl bzw. Stromstärke.

• Vermeiden Sie „Daisy Chaining“:Schließen Sie niemals zwei Steckdosenleisten aneinander an. Dadurch erhöht sich das Risiko einer Überlastung drastisch.

• Hochleistungsgeräte benötigen separate Steckdosen:Geräte mit Heizelementen (Heizlüfter, Mikrowellen, Toaster, Haartrockner) oder großen Motoren (Staubsauger) sollten fast immer direkt an eine Wandsteckdose und nicht an eine Mehrfachsteckdose angeschlossen werden.

• Investieren Sie in Qualität:Billige Steckdosenleisten bieten oft keinen ausreichenden Überspannungsschutz und keine ausreichende Absicherung gegen Überlastung. Investieren Sie lieber etwas mehr in ein Markenprodukt.

• Bei Nichtgebrauch vom Stromnetz trennen:Selbst im ausgeschalteten Zustand verbrauchen viele Geräte eine geringe Menge „Standby“-Strom. Durch das Ausstecken wird Energie gespart und die Belastung reduziert.

 

Letztendlich gibt es keine feste Regel, wie viele Computer an eine Steckdosenleiste angeschlossen werden können. Es geht darum, den Stromverbrauch Ihrer Geräte zu kennen und sicherzustellen, dass die Gesamtlast die zulässigen Grenzwerte Ihrer Steckdosenleiste und Ihres Hausstromkreises nicht überschreitet. Im Zweifelsfall lieber auf Nummer sicher gehen. Wenn Sie bemerken, dass die Steckdosenleiste warm wird oder häufig die Sicherung auslöst, ist das ein deutliches Zeichen für Überlastung.


Veröffentlichungsdatum: 04.08.2025